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eCash und mCommerce: das perfekte Pendant für die Konsumenten der Generation Z?

Fast 50 % der Konsumenten der Generation Z (Gen Z) im Alter von 16 bis 24 Jahren shoppen heute mehr mit mobilen Endgeräten als mit jedem anderen Gerät, was sie zu den führenden Anwendern des mCommerce macht. Wie können Unternehmen angesichts dieses wachsenden Trends besser auf ihre Einkaufsbedürfnisse reagieren?

Ein Blick in unseren Forschungsbericht Lost in Transaction: Gen Z expectations at the checkout (Erwartungen der Gen Z an der Kasse) von 2019 zeigt: Jüngere Verdiener sind mobile Natives, die reibungslose Zahlungen mehr als andere demografische Gruppen begrüßen, was sie eher dazu veranlasst, mit ihren Smartphones online einzukaufen. Da immer mehr junge Konsumenten ins Berufsleben einsteigen, können Händler zur Steigerung der Umsätze an der Kasse auf Benutzerfreundlichkeit setzen und eCash-Zahlungsoptionen anbieten, um neue Kunden zu gewinnen. Dazu gehören Gen Z-Käufer, die entweder keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen haben oder die Vorteile von Bargeld als Online-Zahlungsmethode schätzen.

Die Konsumenten der Generation Z sind im Allgemeinen offener für neue Zahlungstechnologien

Unsere Forschung zeigt, dass jüngere Konsumenten alternative Zahlungsmethoden annehmen. Tatsächlich deuten die Schlüsseldaten darauf hin, dass die Konsumenten der Generation Z sich im Umgang mit neuen Technologien wohler, positiver und offener fühlen, was der derzeitigen Dynamik von mCommerce und eCash entspricht. Darüber hinaus kaufen 72 % der Gen Z und 79 % der Millennials im Alter von 25 bis 39 Jahren regelmäßig mit einem Smartphone online ein.

Des Weiteren gaben 40 % an, dass sie gewohnheitsmäßig die Zahlungsmechanismen von Apps wie Uber verwenden, was nur auf 27 % aller anderen Konsumenten zutrifft. Neunundzwanzig Prozent nutzen regelmäßig Online-Barzahlungsdienste wie Paysafecash bei allen anderen Konsumenten sind es 24 %. Auffällig ist, dass 25 % der jungen Käufer auch regelmäßig Prepaid-Gutscheine oder Pins wie paysafecard nutzen, im Vergleich zu 17 % bei allen übrigen Kunden.

Bei älteren Konsumentengruppen zeigen unsere Daten, dass Kartenzahlung die bevorzugte Zahlungsmethode ist, was im Einklang mit ihrer tief verwurzelten historischen Erfahrung im eCommerce steht. Auf der anderen Seite sind die Konsumenten der Generation Z aufgeschlossener, wenn es um Online-Shopping oder sogar um Banking geht. Übrigens haben digitale Banken wie N26 und Monese die digitale Finanzlandschaft weiter verlagert, indem sie ihre Dienste zum Beispiel über mobile Apps anbieten. Da beide Unternehmen attraktive Funktionen wie Echtzeittransaktionen und Rechnungssplitting anbieten, werden jüngere Konsumenten beim Zugang zu Finanzdienstleistungen nicht eingeschränkt.

COVID-19 hat das Interesse an eCash-Zahlungslösungen beschleunigt

Die Idee, Online-Bargeld für eCommerce zu verwenden, ist vor allem bei vielen Konsumenten beliebt, die nur aufgrund der Pandemie derzeit online einkaufen, einige sogar zum allerersten Mal. Insgesamt gaben 55 % Personen im Alter von 16 bis 24 Jahren an, dass sie mehr online einkaufen würden, wenn sie Bargeld benutzen könnten, im Vergleich zu den 36 % der Konsumenten über 25, die dasselbe sagten. Da Bequemlichkeit ein klarer Schwerpunkt für jüngere Online-Konsumenten ist, sollten Unternehmen in ein möglichst nahtloses und vielfältiges Benutzererlebnis an der Kasse investieren.

Personen, die kaum oder keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen haben, sind eine weitere demographische Gruppe, die von eCash-Lösungen profitiert, und jüngere Konsumenten sind in dieser Gruppe überrepräsentiert. Jungen Menschen, die von ihren Eltern Bargeldzuschüsse erhalten oder einen Bargeldjob ausüben, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, ermöglicht die Online-Bargeldzahlung mehr Freiheit und Kontrolle über ihre Gelder.

Da immer mehr Konsumenten online einkaufen, könnten Marken, die in beliebten vertikalen Märkten tätig sind, einen Wettbewerbsvorteil erlangen. Dazu gehört beispielsweise die Gaming-Branche: hier sind weltweit 21 % der Konsumenten der Generation Z sowie 40 % der Millennials Großverbraucher. Eine europäische Studie zeigt, dass sie den Großteil ihres Online-Geldes für Computerspiele ausgeben. Neben dem steigenden Interesse am Online-Gaming haben Apps und Konsolen auf verschiedenen Märkten einen Aktivitätsschub erfahren. Laut MiQ-Daten ist die Spielzeit in den USA und in Großbritannien, verglichen mit der Zeit vor dem Lockdown, um 40 % gestiegen. In Kanada und Deutschland ist seit Beginn der Pandemie ein Anstieg von 15 % auf 18 % der Gaming-Aktivitäten zu verzeichnen.

Unternehmen, die jüngere Konsumenten ansprechen wollen, können diese Trends für den Erfolg ihrer eCommerce-Plattformen nutzen.

Kaufkraft der Generation Z

Wir wissen, dass 47 % der Gen Z-Konsumenten bereits mehr mit einem mobilen Gerät einkaufen als mit jeder anderen Technologie. In Verbindung mit der potenziellen Leistungsfähigkeit der 5G-Netze wird sich diese Präferenz verstärken, und mehr Konsumenten werden unterwegs einkaufen, so dass der Benutzererfahrung Vorrang eingeräumt werden muss.

Laut einer IBM-Studie von 2017 verfügen die Konsumenten der Generation Z jedes Jahr über eine Kaufkraft von 44 Milliarden Dollar und sind auf dem besten Weg, bis 2020 die demografische Gruppe mit der größten Kaufkraft zu werden. Dieselbe Studie enthüllt den Wunsch der Gen Z nach personalisierten Interaktionen und einer Marke-Kunden-Beziehung über alle Kanäle hinweg. Ebenfalls zum Thema Benutzererfahrung sagten 60 % der Gen Z-Konsumenten, sie würden keine App oder Website verwenden, die nur langsam lädt. Diese Einkaufspräferenzen sind wichtig, wenn es sowohl um ein verbessertes Einkaufserlebnis im eCommerce als auch um den Einfluss geht, den diese Konsumenten auf Haushaltseinkäufe haben.

Da viele Konsumenten der Generation Z möglicherweise immer noch zu Hause bei einem Elternteil oder Erziehungsberechtigten leben, kann man davon ausgehen, dass sie die Haushaltsausgaben beeinflussen könnten. Von Lebensmitteln und Elektronik bis hin zu Haushaltswaren die jüngere Generation beteiligt sich immer stärker an den Kaufentscheidungen der Haushalte. Konsumenten der Generation Z geben Empfehlungen am ehesten auf der Grundlage von Influencern, denen sie in sozialen Netzwerken folgen, sowie von persönlichen Interessen und ethischen Wertvorstellungen. Daher sollten Marken nicht nur darauf abzielen, diese Kunden zu gewinnen, sondern sie auch langfristig an sich zu binden.

Unternehmen und Anbieter, die junge Konsumenten als potenziellen Zielmarkt sehen, können diese demografische Zielgruppe erreichen, indem sie einen „mobile-first‟-Ansatz wählen und an ihrer Kasse Online-Barzahlungsoptionen anbieten.

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