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Können bestimmte Zahlungsmethoden Konsumenten dabei helfen, ihre Ausgaben besser zu kontrollieren?

Bei einer Konsumentenbefragung[1] zeigten uns die Ergebnisse, dass sich COVID-19 und die Abstandsregeln, die viele Länder zur Bekämpfung des Virus eingeführt haben, auf die Art ausgewirkt haben, wann, wo und vor allem wie Menschen ihr Geld ausgeben. Eine klare und möglicherweise wenig überraschende Folge ist die Tendenz zum eCommerce. Viele Konsumenten kaufen jetzt häufiger im Internet ein (42 %), und ein beträchtlicher Prozentsatz dieser Personen (18 %) hat nach dem Ausbruch von COVID-19 zum ersten Mal überhaupt im Internet eingekauft – was sich wiederum auch auf ihre Zahlungsmethoden ausgewirkt hat. Aber es gibt noch viele weitere Gründe, warum sich die Gewohnheiten der Menschen gerade jetzt ändern.

Die möglichen wirtschaftlichen Folgen von COVID-19

Eine weitere leicht erkennbare Folge von COVID-19 sind die wirtschaftlichen Auswirkungen. Arbeitslosigkeit, mangelnde Angebote an freiberuflichen Tätigkeiten, sinkende Löhne und Arbeitszeitkürzungen belasten die finanziellen Verhältnisse vieler Konsumenten erheblich, da sich Unternehmen auf der ganzen Welt mit den negativen Auswirkungen von COVID-19 auf ihre Geschäftstätigkeit auseinandersetzen müssen.

Mit einem geringeren verfügbaren Einkommen werden viele Konsumenten unweigerlich ihre Ausgaben insgesamt reduzieren. Aber könnte sich das auch auf ihre Entscheidung auswirken, wie sie ihr Geld ausgeben? Einige Zahlungsmethoden lassen sich einfacher verfolgen als andere. Könnte dies ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal für Konsumenten sein?

Tatsächlich haben Unternehmen bereits eine Veränderung des Ausgabeverhaltens von Konsumenten festgestellt.

Die Antwort ist nach ihrer Ansicht „Ja‟. Im September befragten wir 1.100 Online-Unternehmen in Großbritannien, den USA, Kanada, Italien, Bulgarien, Deutschland und Österreich dazu, wie sich COVID-19 auf ihre Geschäftstätigkeit auswirkt. Dabei wurde deutlich, dass die Pandemie die Art und Weise, wie Konsumenten Zahlungen tätigen, verändert.

75 Prozent der Unternehmen bestätigten, dass sie seit Beginn des Ausbruchs eine Veränderung des Konsumverhaltens beim Online-Checkout festgestellt haben. Unter diesen Veränderungen war es die verstärkte Nutzung digitaler Wallets, die von den meisten Unternehmen (40 %) als Verschiebung der Zahlungsmethoden wahrgenommen wurde. Aber auch andere alternative Zahlungsmethoden wie eCash (von 26 % der Unternehmen genannt) erfreuen sich wachsender Beliebtheit – ein Thema, das bereits ein anderer Artikel im Blog von Paysafecash an dieser Stelle behandelt hat.

Auf die Frage, warum diese Veränderungen ihrer Meinung nach stattfinden, gaben Unternehmen den Wunsch nach einer sichereren Zahlungsmethode als häufigsten Grund (40 %) an, was mit der Angst vor dem Betrug zusammenhängt. Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 könnten ein Grund dafür sein, dass Konsumenten sich zunehmend Sorgen darüber machen, wie sie finanziell zurechtzukommen sollen, wenn sie möglicherweise ihr Geld nicht zurückerhalten. Ganz besonders interessant ist jedoch der dritt-meistgenannte Grund (37 %) Unternehmen vermuten nämlich, dass Konsumenten bestimmte Zahlungsmethoden verwenden, um ihre Ausgaben besser zu kontrollieren.

Dieses Phänomen ist nicht unbedingt ganz neu. Wir haben den Aufstieg des digitalen Bankings in den letzten Jahren miterlebt, und einer der Hauptvorteile dieser Finanzdienstleistungen ist die Möglichkeit, die eigenen Ausgaben besser und genauer im Blick zu behalten. Aber ähnlich wie andere Trends hat COVID-19 möglicherweise den verstärkten Wunsch vieler Menschen nach mehr Kontrolle über die genauen Einzelheiten ihrer Ausgabengewohnheiten noch beschleunigt.

Zahlungsmethoden als Kontrollfunktion für das Ausgabeverhalten 

Wie passen also alternative Zahlungsmethoden zu diesem Konsumentenziel? Eine Methode ist die Einschränkung von Ausgaben durch die Abkehr von Scheck- und insbesondere Kreditkarten. Eine andere Möglichkeit ist die genauere Aufschlüsselung von Käufen mithilfe einer digitalen Wallet. Eine andere Möglichkeit sind Prepaid-Zahlungsmethoden (d. h. ein aufladbares Guthaben, bei dem der eingezahlte Betrag nicht überschritten werden kann, wie z. B. paysafecard), die verhindern, dass über eine digitale Wallet zu viel ausgeben wird, oder die eine klare Budgetierung ermöglichen.

In diesem Fall kann sich der Konsument ein Budget setzen, das beispielsweise die monatlichen Ausgaben für Essen zum Mitnehmen auf 100 EUR beschränkt. Wenn sie solche Bestellungen nur mit ihrer Prepaid-Methode bezahlen und zu Beginn jedes Monats nur diese 100 EUR einzahlen, überschreiten sie das von ihnen selbst gewählte Limit nicht.

Ein weiteres Beispiel wäre die Verwendung eines eCash-Produkts als eine Form der Taschengeldgeldzahlung oder einer Ausgabenkontrolle zwischen Eltern und Kindern. Sicher haben Sie schon von irgendwelchen Eltern gehört, die ihrem Kind ihre Kreditkartendaten für Käufe innerhalb einer Spiele-App angeboten haben, wodurch das Kind enorme Rechnungskosten verursachte. Wenn Eltern Geld auf eine Prepaid-Karte einzahlen oder dem Kind Bargeld geben, das es dann selbst auf eine solche Karte hochladen kann, können sie beruhigt sein, dass beim Spielen nicht absichtlich oder versehentlich zu viel Geld ausgegeben wird. 

Ausblick

Insgesamt werden die Auswirkungen von COVID-19 die Ausgaben der Konsumenten auf absehbare Zeit und möglicherweise dauerhaft beeinflussen. Manche Konsumenten haben uns erklärt, dass sie mehr Geld im Internet ausgeben wollen, auch wenn COVID-19 eines Tages kein Entscheidungsfaktor mehr sein sollte, und dass sich die Kriterien dafür, welche Zahlungsmethoden sie verwenden wollen, geändert haben. Für Unternehmen wird die Erweiterung der in ihrem Online-Checkout verfügbaren Optionen zur Kundenbindung und Neukundengewinnung auf jeden Fall immer wichtiger werden.

Haben Sie schon einmal über die Einführung neuer Zahlungsoptionen nachgedacht, überlegen aber noch, welche und wie sie einzuführen wären? Teilen Sie uns Ihre Gedanken zu diesem Thema mit – wir möchten Sie dabei unterstützen, die beste Lösung für Ihr Unternehmen zu finden.

[1] https://www.paysafe.com/en/blog/how-covid-19-is-impacting-consumer-payment-preferences/

 

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