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eCash rund um den Globus – verschiedene Länder, ähnliche Zahlungspräferenzen

Regionale Unterschiede in den Zahlungspräferenzen sind ohne Zweifel ein Trend, der sich global abzeichnet und im Zuge der Entwicklung der Zahlungsindustrie eher zunimmt. Sowohl für Ladengeschäfte als auch für rein digitale Unternehmen ist es ratsam, diesen Trend zu erkennen und eine Kassenstrategie entwickeln, die sich nach den Zahlungspräferenzen der Zielkunden richtet.

Dennoch gibt es nach wie vor bestimmte Präferenzen, die den internationalen Zahlungsverkehr stärker prägen als andere. Dabei scheint die Abhängigkeit von Bargeld am weitesten verbreitet zu sein.

Die Wahl des Zahlungsmittels wird für viele Konsumenten durch finanzielle Exklusion bestimmt. Aber auch persönliche Vorlieben sind ein wesentlicher Antriebsfaktor; Bargeld gilt für viele als anonymere oder sicherere Methode, Transaktionen durchzuführen. Andere wiederum schätzen Bargeld als zuverlässigeres Mittel zur Kontrolle ihres Budgets.

Natürlich gibt es auch Länder, in denen die Nachfrage der Konsumenten nach Bargeld schwindet. Das bedeutendste Beispiel dafür wäre vielleicht China, wo das Wachstum des mobilen Zahlungsverkehrs in den letzten Jahren die Abhängigkeit vieler Gemeinden vom Bargeld drastisch reduziert hat. Dennoch wurden im Jahr 2019 schätzungsweise 80 Milliarden Bargeldtransaktionen abgewickelt – ein Hinweis darauf, dass physische Zahlungsmittel in den Augen der chinesischen Konsumenten immer noch eine wichtige Rolle spielen.

Und selbst in Schweden, dem Land mit der geringsten Abhängigkeit von Bargeld in Europa, ist derzeit nicht von einer Bereitschaft der Konsumenten auszugehen, völlig bargeldlos zu bezahlen,. Trotz des deutlichen Rückgangs der Bargeldnutzung in den letzten Jahren scheint dieser Trend seine Talsohle überschritten zu haben, denn 2018 nahm der Bargeldumlauf in Schweden zum ersten Mal seit 2007 wieder zu.

Die Auswirkungen von COVID-19 auf die Bargeldnutzung

Während die Auswirkungen von COVID-19 in gewisser Weise die Digitalisierung vieler Dienstleistungen, wie beispielsweise im Finanzwesen, beschleunigt haben, ist die Nachfrage nach Bargeld in diesem Zeitraum erhalten geblieben – und in einigen Bereichen sogar gestiegen.

Trotz der zunehmenden Nutzung kontaktloser Zahlungsmethoden seit dem Ausbruch der Pandemie führt die Zunahme von mobilen Wallets und kontaktlosen Karten nicht dazu, dass die Menschen sich weniger abhängig von Bargeld fühlen. Die Daten, die wir in der Anfangsphase der Pandemie für unseren neuesten Forschungsbericht Lost in Transaction: Die Auswirkungen von COVID-19 auf die Zahlungstrends der Konsumenten zusammengestellt haben, untermauern das: Die Hälfte aller Konsumenten (50 %) ist der Meinung, dass Bargeld in einer Krise die zuverlässigste Zahlungsform ist, und fast drei Viertel (72 %) der Konsumenten geben an, dass sie besorgt wären, wenn sie keinen Zugang mehr zu Bargeld hätten.

Bargeld ist beständig

Dass dies ein global wiederkehrendes Muster ist, lässt sich beispielhaft an drei weiteren Ländern mit unterschiedlichen Profilen veranschaulichen, die oberflächlich betrachtet eine unterschiedliche Einstellung zu Zahlungsmethoden und insbesondere zum Bargeld zu haben scheinen.

Zwei Länder in Europa mit gegensätzlichen Perspektiven sind Bulgarien und Lettland. Abgesehen davon, dass sie sehr unterschiedlich große Volkswirtschaften haben, gibt es weitere Ungleichheiten, die sich auf die Art und Weise auswirken könnten, welche Transaktionsart die Bürger wählen. Dennoch beherrscht die Vorliebe für Bargeld das Bild.

Einigen Quellen zufolge hat Bulgarien mit 63 % den zweitniedrigsten Prozentsatz von Erwachsenen mit einem Bankkonto in Europa. So überrascht es nicht, dass die überwiegende Mehrheit der Transaktionen mit Bargeld abgewickelt wird, obwohl dieser Prozentsatz rückläufig ist.

Dies ist in Lettland nicht der Fall, wo mehr als neun von zehn Konsumenten ein Bankkonto haben. Dennoch dominiert das Bargeld nach wie vor so sehr, dass die Bargeldreserven im Jahr 2019 32 % aller Ersparnisse der Konsumenten ausmachten, den höchsten Prozentsatz in der Eurozone und den vierthöchsten in Europa. Aus diesem Grund wird der Großteil der Transaktionen in Lettland immer noch in bar abgewickelt.

Und wenn wir einen Blick auf Lateinamerika werfen, wo die Konsumenten einer völlig anderen Geografie und Kultur angehören, zeigt sich in Bezug auf Bargeld ein ähnliches Muster. In Mexiko werden etwa 90 % aller Transaktionen in bar getätigt, was darauf zurückzuführen ist, dass die Hälfte aller Haushalte über kein Bankkonto verfügt.

Beschleunigung von E-Commerce und Online-Bargeldverkehr

Wie bereits erwähnt, hat COVID-19 die Umstellung auf digitale Dienste vorangetrieben, und der Einzelhandel bildet da keine Ausnahme. Unseren Daten zufolge kauften 18 % der Konsumenten während der COVID-19-Pandemie zum ersten Mal online ein, und dieser Trend wird sich fortsetzen. 38 Prozent der Konsumenten sagten uns, dass sie in Zukunft mehr online einkaufen würden als heute, auch wenn COVID-19 nicht länger ein Thema ist.

Aber selbst wenn sich die Konsumgewohnheiten der Konsumenten in Richtung eCommerce verlagern, scheint sich dies nicht auf ihr Verhältnis zum Bargeld auszuwirken. Tatsächlich gaben 40 % der Konsumenten an, dass sie online mit Bargeld einkaufen würden, wenn der Kassiervorgang einfach sei, und 36 % der Konsumenten würden nach eigenen Angaben mehr online einkaufen, wenn sie bar bezahlen könnten.

Für Unternehmen, die bereits eine Online-Kasse betreiben oder vorhaben, bald online zu gehen, wäre es ein Fehler zu glauben, dass die Konsumenten ihre Zahlungspräferenzen ändern werden, wenn sie zum eCommerce wechseln. Wenn es darum geht, diese Konsumenten anzusprechen und den Umsatz zu steigern, bietet die Barzahlung über eine Online-Kasse einen greifbaren Wettbewerbsvorteil.

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