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Wie geht es nach COVID-19 mit Bargeldzahlungen weiter?

Bargeld spielt nach wie vor eine bedeutende Rolle im Zahlungsverkehr, allerdings werden Verbraucher nach COVID-19 verstärkt auf den elektronischen Handel angewiesen sein. Wird sich dadurch ihr Verhältnis zum Bargeld ändern, und wenn ja, wie?

Zahlungen mit Bargeld behalten ihre Bedeutung in der Ausgabenplanung der Verbraucher

Zunächst ist anzumerken, dass für die meisten Menschen Bargeld die wichtigste Zahlungsmethode bleibt. Im Rahmen einer Befragung zu den aktuellen Bargeldbeständen, zu denen Verbraucher Zugang haben, gaben 93 % der Befragten an, dass sie sich auch weiterhin Bargeld an Geldautomaten auszahlen lassen. Mehr als die Hälfte (57 %) der Verbraucher hatten mehr als 50 GBP (oder den entsprechenden Betrag in ihrer Landeswährung) bei sich. Der durchschnittliche Bargeldbetrag, den sie mit sich führten, war fast dreimal so hoch (148 GBP).

Relevanz von Bargeld im Internet

Über wie viel Bargeld verfügen Sie derzeit?

 

Es ist daher nicht überraschend, dass COVID-19 die Einstellung der Verbraucher zum Bargeld beeinflusst, wenn sie unter den neuen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ihr Verhältnis zu dieser wichtigen Zahlungsmethode überdenken. Insgesamt geben 51 % der Verbraucher an, dass der Bargeldbetrag, den sie derzeit aufgrund von COVID-19 bei sich haben, ungewöhnlich für sie ist. Aus dieser Gruppe führt fast genau die Hälfte (26 %) mehr Bargeld und die andere Hälfte (25 %) weniger Bargeld mit sich ein Anzeichen dafür, dass es konkurrierende Faktoren gibt, anhand derer die Verbraucher abwägen, ob sie während der Pandemie Bargeld verwenden sollen.

Wie viel Bargeld haben Sie derzeit im Verhältnis zu dem Betrag, den Sie normalerweise mitführen, bei sich?

 

COVID-19 hat in den USA einen wesentlichen Einfluss auf die Einstellung zum Bargeld und ist im Vereinigten Königreich immer noch relevant

Die Auswirkungen der COVID-19-Krise auf das Bargeld sind in den USA am deutlichsten zu spüren. 58 % der Verbraucher in den Vereinigten Staaten geben an, dass sich der Wert des mitgeführten Bargelds aufgrund von COVID-19 geändert hat; 33 % der Verbraucher tragen aufgrund von COVID-19 mehr Bargeld bei sich mehr als in jedem anderen Land.

Der Grund dafür ist ein starkes Vertrauen in die Stabilität des Bargelds. Auf die Frage, ob Bargeld in einer Krise die zuverlässigste Form der Zahlung sei, stimmten US-amerikanische Verbraucher entschieden zu. Insgesamt waren 60 % der Verbraucher in den USA der Meinung, dass Bargeld in einer Krise das verlässlichste Zahlungsmittel sei, und 28 % stimmten dieser Aussage nachdrücklich zu der höchste Wert aller Länder in beiden Kategorien.

Wie viel Bargeld haben Sie derzeit im Verhältnis zu dem Betrag, den Sie normalerweise mitführen, bei sich?

 

Das Vereinigte Königreich ist das Land, in dem kontaktlose Zahlungen am verbreitetsten sind. Dies spiegelt sich im Wert des Bargeldes wider, das die Verbraucher derzeit bei sich tragen. Obwohl mehr als ein Viertel (26 %) der Verbraucher dort angeben, dass sie derzeit aufgrund von COVID-19 mehr Bargeld als üblich bei sich tragen, hat der durchschnittliche Verbraucher im Vereinigten Königreich nur 109 GBP bei sich. Nur ein Viertel der Verbraucher (24 %) haben mehr als 100 GBP bei sich mit Abstand der niedrigste Prozentsatz. Doch obwohl der Prozentsatz der bargeldlosen Verbraucher im Vereinigten Königreich am höchsten ist, sind es nur 9 %. Das heißt, 91 % der dortigen Verbraucher nutzen immer noch Bargeld.

 

Nichts Neues in Deutschland und Österreich

In der DACH-Region traditionell ist die Verwendung von Bargeld stark ausgeprägt. Deutsche und österreichische Verbraucher gelten nicht umsonst als die größten Bargeldnutzer in Europa. Diese Tatsache ließ sich teilweise auch aus den erhobenen Daten ablesen; 96 % der Österreicher verwenden derzeit Bargeld, und der durchschnittliche Österreicher trägt 183 EUR bei sich. Das Interesse der Deutschen am Bargeld ist etwas geringer. Hier führen derzeit 93 % der Verbraucher Bargeld mit sich, der durchschnittliche Verbraucher hat 158 EUR in der Brieftasche.

Diese Zahlen vermitteln allerdings nicht das vollständige Bild, denn die Einstellung zum Bargeld wird in Deutschland und Österreich am wenigsten durch COVID-19 beeinflusst. Ein größerer Prozentsatz der Verbraucher in Deutschland (57 %) und Österreich (58 %) gab an, den üblichen Bargeldbetrag bei sich zu haben. Nur 7 % der Deutschen bzw. 6 % der Österreicher gaben an, dass sie derzeit deutlich mehr Bargeld mitführen als gewöhnlich. Dies bestätigt nicht nur, dass die Verbraucher in diesen Ländern bereits vor COVID-19 stark vom Bargeld abhängig waren, sondern auch, dass ein Rückgang der Bargeldverwendung nach einem Abklingen der Pandemie eher unwahrscheinlich ist.

Relevanz von Bargeld im Internet
Relevanz von Bargeld im Internet
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Und während die Verbraucher in den USA über mehr Bargeld verfügen, geben Deutsche und Österreicher es mit größerer Wahrscheinlichkeit aus. 53 % der deutschen und 43 % der österreichischen Verbraucher zahlen während der COVID-19-Pandemie immer noch mit Bargeld. Nur in Bulgarien ist der Anteil der Verbraucher, die dies tun, noch größer (71 %).

 

Eine Rolle für das Bargeld im eCommerce

Das bedeutet aber nicht, dass sich das Verhältnis der Verbraucher zum Bargeld nach COVID-19 nicht auch in Österreich und Deutschland ändern wird. Weltweit planen 38 % der Verbraucher, nach der Pandemie häufiger im Internet einzukaufen. Obwohl dieser Prozentsatz in der DACH-Region niedriger ist, planen immerhin 20 % der Österreicher und 27 % der Deutschen, häufiger online einzukaufen.

Trotz dieser Verlagerung vom Einkauf im Laden zum Online-Shopping sind sich die Verbraucher jedoch im Klaren darüber, dass dies nichts an ihrer Vorliebe zum Bargeld als Hauptzahlungsmittel ändert. Allerdings setzt dies eine unkomplizierte Barzahlung voraus denn von den Verbrauchern, die angaben, dass sie nach der COVID-19-Pandemie häufiger im Internet einkaufen wollen, gaben zwei Drittel (65 %) als Begründung an, dass dies die bequemere Einkaufsmethode sei. Einfachheit und Bequemlichkeit sind also eindeutig das Hauptargument für diese neue Gruppe von Online-Konsumenten. Die Online-Unternehmen werden ihre Geschäftsstrategien entsprechend anpassen müssen, um eine möglichst nahtlose Benutzererfahrung auch bei der Bezahlung anzubieten.

Bei der Frage an alle Verbraucher, ob sie potenziell Bargeld für Online-Zahlungen verwenden würden, gaben 40 % an, dass sie dies gerne tun würden, wenn es einfach wäre. 36 % der Verbraucher würden ihre Einkaufsgewohnheiten ändern, wenn sie Online-Einkäufe unkompliziert mit Bargeld tätigen könnten. Damit könnte das Bargeld zu einer völlig neuen Ergänzung des Bezahlvorgangs im eCommerce werden. Dies wäre ein Wettbewerbsvorteil bei Verbrauchern, die zwar bereit sind, mehr im elektronischen Handel einzukaufen, aber trotzdem lieber Bargeld verwenden und ein verlockendes Angebot für Verbraucher, die weiterhin Bargeld verwenden wollen, jedoch auch gerne online einkaufen würden, wenn das Bargeld auch weiterhin ihr Haupt-Zahlungsmittel bleiben könnte.

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Akzeptanz von Bargeld nach der COVID-19-Krise

Die COVID-19-Pandemie wird sich noch lange auf Unternehmen auswirken, nicht zuletzt aufgrund des Einflusses der Krise auf die Gewohnheiten und Präferenzen der Verbraucher. Unternehmen müssen vorrangig auf diese Verlagerung im Konsum-Szenario reagieren; für Online-Händler bedeutet eine solche Verlagerung auch, den potenziellen Einfluss der traditionellen Bargeldnutzer auf den elektronischen Handel zu verstehen. Die Einbeziehung der bequemsten eCash-Zahlungslösungen sowie die Integration dieser alternativen Zahlungsmethoden in den Online-Bezahlvorgang sollte von den Unternehmen sehr ernsthaft in Betracht gezogen werden, wenn sie ihre Marktstellung zukunftssicher machen und für die Zeit nach COVID-19 stärken wollen.